Ein Logo ist erst der Schlüssel. Warum Sponsoring nach der Sichtbarkeit beginnt.
Ein Logo auf einem Porsche ist wie der Schlüssel zum Rennwagen.
Man hat Zugang. Man ist sichtbar.
Aber das Rennen beginnt erst danach.
Dieser Gedanke beschreibt ziemlich gut, worüber wir am 17. September bei uns in Bielefeld gesprochen haben.
Gemeinsam mit Hotsushi und Gian Luca Tüccaroglu haben wir Sponsoren, Partner und Unternehmer zu einem Vormittag eingeladen, bei dem es bewusst nicht nur um Motorsport ging.
Sondern um die Frage:
Was machen wir eigentlich aus der Sichtbarkeit, die Sponsoring schafft?
Denn ein Logo auf einem Porsche Carrera Cup Rennwagen kann Aufmerksamkeit erzeugen. Es transportiert Geschwindigkeit, Emotion, Leistung und die Strahlkraft des Motorsports.
Aber Sichtbarkeit allein ist noch keine Strategie.
Wenn der Porsche nur am Rennwochenende arbeitet, lassen wir Potenzial liegen.
Genau hier wird Sponsoring für uns als Marketingagentur spannend.
Ein Rennwagen fährt an ausgewählten Wochenenden. Unternehmen kommunizieren aber 365 Tage im Jahr.
Warum also sollte die Aktivierung eines Sponsorings auf die Momente beschränkt bleiben, in denen der Porsche physisch auf der Rennstrecke steht?
Für die kommende Saison haben wir deshalb gemeinsam einen Ansatz entwickelt, der Gian Lucas Porsche von der Rennstrecke in die digitale Welt verlängert.
Wir haben den Porsche digitalisiert.
Als interaktives 360°-Modell kann das Fahrzeug künftig weit mehr sein als eine digitale Abbildung. Es wird zur Plattform für die beteiligten Partner: Sponsorenflächen können sichtbar gemacht, Unternehmen verlinkt und zusätzliche digitale Kontaktpunkte geschaffen werden.
So trägt nicht nur Gian Luca seine Sponsoren. Im besten Fall beginnen auch die Partner, sich gegenseitig sichtbar zu machen.
Der Porsche kommt in den Showroom. Ohne Anhänger.
Der nächste Schritt ist bereits gedacht: Augmented Reality.
Die Idee dahinter ist ziemlich einfach.
Ein Smartphone reicht, um den Porsche perspektivisch virtuell dort zu platzieren, wo physisch überhaupt kein Rennwagen steht.
Im Showroom eines Sponsors. Auf einer Messe. Bei einer Kundenveranstaltung. Auf einer Firmenfeier.
Der Porsche erscheint über das Smartphone im Raum. Menschen können sich danebenstellen, um ihn herumgehen, Fotos oder Social-Media-Content produzieren und das Erlebnis mit ihrem eigenen Netzwerk teilen.
Aus einer Logoplatzierung entsteht damit ein zusätzlicher Kommunikationsanlass.
Und aus einem Rennwagen, der an bestimmten Wochenenden fährt, wird ein digitaler Markenbotschafter, der theoretisch jeden Tag eingesetzt werden kann.
Digital bleibt der Porsche 365 Tage im Jahr auf der Strecke.
Netzwerken kann man auch dem Zufall überlassen. Muss man aber nicht.
Auch beim Sponsoren-Netzwerktreffen wollten wir nicht einfach 20 Menschen mit Kaffee in einen Raum stellen und hoffen, dass schon die richtigen miteinander sprechen.
Also haben wir uns im Rennsport bedient:
Boxenstopp.
Die Idee: Alle zwei Minuten stellt sich ein anderer Unternehmer, Sponsor oder Geschäftspartner vor.
Wer bin ich? Was macht mein Unternehmen? Was suche ich? Und wo könnten sich gemeinsame Anknüpfungspunkte ergeben?
Zwei Minuten. Dann Wechsel. Nächste Runde.
Dafür haben wir kurzerhand einen eigenen Gian-Luca-Timer entwickelt.
Was zunächst eher als kleine Spaßidee für den Vormittag gedacht war, hat erstaunlich gut funktioniert. So gut, dass wir das Prinzip jetzt weiterdenken und den Timer künftig auch für andere Netzwerkveranstaltungen, Kundenevents oder Tagungen nutzbar machen wollen.
Das ist übrigens eine Art von Marketing, die wir mögen.
Idee. Testen. Beobachten. Weiterentwickeln.
Nicht jede gute Idee muss mit einem 40-seitigen Konzept beginnen.
Zwei Minuten reichen nicht für einen Deal.
Aber sie reichen ziemlich locker, um herauszufinden, mit wem man danach noch einen Kaffee trinken möchte.
Und vielleicht steckt genau darin eine weitere Stärke eines funktionierenden Sponsoren-Netzwerks.
Die Unternehmen rund um einen Fahrer sind nicht einfach Logos auf unterschiedlichen Flächen. Hinter jedem Logo stehen Menschen, Kompetenzen, Kunden, Kontakte und Ideen.
Wenn diese Menschen beginnen, miteinander zu arbeiten, sich gegenseitig sichtbar zu machen und ihre Netzwerke zu verbinden, bekommt Sponsoring eine völlig andere Dimension.
Dann geht es nicht mehr nur um Reichweite.
Es geht um B2B-Kontakte, Kundenbindung, Content, gemeinsame Erlebnisse, neue Zielgruppen und im besten Fall auch um konkrete Geschäftsmöglichkeiten.
Genau diese Verbindung aus Markenpräsenz, Networking, Kundenerlebnis und messbarer Wirkung ist bereits Bestandteil der Sponsoringstrategie rund um Gian Luca.
Was bringt es?
Diese Frage stellen Kunden zu Recht.
Und sie wird im Marketing wichtiger.
Schöne Bilder? Gerne.
Ein emotionaler Film? Unbedingt.
Reichweite? Natürlich.
Aber danach muss die nächste Frage kommen: Was entsteht daraus?
Bei Hirschmeier Media beschäftigen wir uns deshalb zunehmend damit, Content, digitale Anwendungen, KI-gestützte Prozesse und reale Erlebnisse so miteinander zu verbinden, dass Kommunikation nicht nur produziert, sondern weiterverwendet, skaliert und – wo möglich – messbar gemacht werden kann.
Das bedeutet nicht, dass jeder Kontakt sofort ein Lead sein muss und jedes Sponsoring unmittelbar Umsatz erzeugt.
Markenbekanntheit, Vertrauen, Kundenbindung, Mitarbeiteraktivierung und Netzwerkzugang sind ebenfalls Werte.
Entscheidend ist nur: Wir sollten vorher wissen, welches Rennen wir eigentlich fahren wollen.
Marketing ist manchmal tatsächlich wie Rennsport.
Man braucht ein Ziel.
Man muss die Strecke kennen.
Man muss beobachten, was um einen herum passiert.
Manchmal heißt es Gas geben. Manchmal abwarten. Und manchmal muss eine Strategie mitten im Rennen angepasst werden.
Genau darin sehen wir gemeinsam mit Hotsushi unsere Aufgabe als Lead-Agentur rund um Gian Luca und seine Partner:
Sichtbarkeit nicht nur erzeugen. Sondern aktivieren, vernetzen und messbarer machen.
Das Sponsoren-Netzwerktreffen am 17. September war dafür kein Abschluss.
Eher ein Boxenstopp.
Denn die nächsten Ideen stehen längst in der Startaufstellung.
Das Logo ist der Schlüssel. Was wir daraus machen, entscheidet über die Reise. 🏁